Ex-Lüfter

Ex-Lüfter

Zonen und Temperaturen
Beim Umgang mit brennbaren Stoffen und dem Vorhandensein einer Zündquelle besteht die Gefahr einer Explosion und erfordert explosionsgeschützte Betriebsmittel.

Als explosionsgefährdete Bereiche gelten alle Bereiche, in denen explosionsfähige Atmosphären auftreten können. Um die Explosionsgefahr differenziert beurteilen zu können, werden die explosionsgefährdeten Bereiche (ohne Staub) in drei Zonen, von 0 bis 2, unterteilt. Micronels Ex-geschützte Gebläse sind für die Zone 2 geeignet, das heisst, für Bereiche bei denen im Normalfall mit nicht-explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist. Die Mischung brennbarer Stoffe in Form von Gas, Dampf oder Nebel (nicht Staub) tritt selten und für maximal zwei Stunden aneinander auf. Alle Ex-geschützte Micronel-Gebläse sind für die Temperaturklasse T4 konstruiert. Sie dienen zur Funktion innerhalb Gemischen mit einer Zündtemperatur von über 135°C und einer maximalen Oberflächentemperatur von 135°C. Eine Anwendung in den Temperaturklassen T5 (>100°C) und T6 (>85°C) ist ebenfalls möglich, was jedoch eine Thermo-Schutz-Anpassung mittels PTC- (Positive Temperature Coefficient) Sensor bedingt.

Spezielle Bauweise
Der Schutz eines Gebläses und dessen Umgebung gegen Explosionen erfordert mehrere, eigens dafür entwickelte, Konstruktionen. Das Gehäuse-Material besteht aus einem einzigartigen Kunststoff oder eloxiertem Aluminium, der die Spannungen in und um den Arbeitsbereich leitet. Dies verhindert ein statisches Aufladen eines der Baustoffe und die Gefahr einer Zünd-Wirkung. Der Transport eines zündfähigen Gemisches darf auf keine Art und Weise eine Reaktion der Transportmittel erzeugen.
Die Gehäuse- und Motor-Abdichtung gegen Staub und Wasser entspricht der Schutzart IP67 (International Protection). Diese besondere Abdichtung entsteht durch mehrfachen Verguss- und Klebevorgang. Das langwierige Verfahren lohnt sich, jeglicher Eindringling wird mit Erfolg abgewiesen.
Ein äusserst wichtiges Kriterium zur Vorbeugung selbsterzeugender Explosion bildet die Beschaffenheit der verschiedenen Bestandteile eines Gebläses. Zwischen den statischen und dynamischen Baustoffen muss ein perfektes Verhältnis herrschen, sodass sich die Elemente nicht untereinander elektrisch aufladen. Sollte sich ein Bauteil versehentlich aus seiner Ankerung lösen und sich somit in Kontakt mit anderen Bauelementen bringen, darf dadurch keinerlei Zündmöglichkeit entstehen.

Motorenschutz
Eine befettete doppelwirkende Lippendichtung schliesst den Wellendurchgang einwandfrei ab und schützt den Motor gegen Staub, Wasser und Gas.

Das zwischen den Dichtlippen befindliche Fett sichert eine lange Lebensdauer und verringert das Risiko einer Reibung und deren zündende Folgen.

Die Verbindung vom Gebläse zu seiner Peripherie wird von den Litzen übernommen. Sie unterliegen also ebenfalls dem Ex-Schutz-Faktor.

Jedes einzelne Kabel wird mittels einer Gummi-Tülle am Motordeckel zuverlässig abgedichtet. Ein Austausch zwischen den Litzen, dem Gehäuse und den umliegenden Substanzen ist daher vollständig ausgeschlossen.

Richtlinien und Normen
In enger Zusammenarbeit mit dem SEV (Schweizerischer Elektrotechnischer Verein) werden die Micronel Ex-geschützten Gebläse nach der Prüf-Richtlinie Atex 100a in allen Einzelheiten getestet und den Sicherheitsnormen entsprechend angepasst.

Für Ex-geschützte Betriebsmittel gilt die europäische Basis-Norm EN 50014, Micronel Ventilatoren fallen unter die Sparte "nicht funkendes Material" EN 50021.

Zusätzlich gelten für Ventilatoren die VDMA-(Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) Normen 24169 T1.

Dargestellt wird die Quintessenz all dieser Normen mit der genauen Bezeichnung EEx nW IIC T4.

.
Diese Seite empfehlen
.